Mehr Unternehmen in Mainfranken

Weniger gegründet und abgemeldet

In Mainfranken gibt es mehr Unternehmen. Im Jahr 2016 lag das gewerbliche Gründungswachstum bei einem Saldo von insgesamt 424. 6.745 Anmeldungen stehen insgesamt 6.321 Abmeldungen gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als das Wachstum bei 272 lag, wurden zwar weniger Betriebe gegründet (2015: 7.048, minus 4,3 Prozent im Vergleich zu 2016), aber auch weniger abgemeldet (2015: 6.776, minus 6,7 Prozent im Vergleich zu 2016), teilt die IHK Würzburg-Schweinfurt mit.

Selbstständigkeit – Risiko oder Chance?

„Bei abnehmender Gründungsneigung in der Region sehen wir zugleich eine stabilere Situation bestehender Betriebe“, erklärt Dr. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung sowie Standortpolitik, die aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes. Das positive wirtschaftliche Gesamtumfeld sorge einerseits für günstigere Rahmenbedingungen für gewerbliche Betriebe, andererseits würden ebendiese Umstände und der sehr gute Arbeitsmarkt die Gründungsfreude der Menschen hemmen. „Selbstständigkeit wird leider zu oft als Risiko und nicht als
Chance gesehen.“, so Genders.

Leichter Anstieg in Schweinfurt

Unterschiedlich ist die Entwicklung in den Teilregionen Mainfrankens: In den beiden Städten Schweinfurt und Würzburg zeigt sich 2016 ein leichter Anstieg des Gewerbebestandes, insbesondere nach dem Rückgang in Würzburg 2015 (minus 127) ein positiver Trend für 2016 (plus 14). Auch in den Landkreisen Schweinfurt (+158 in 2015, +111 in 2016) und Würzburg (+26 in 2015, +70 in 2016) wurden mehr Firmen angemeldet.

In der Region fällt Bad Kissingen negativ heraus, nach einem Anstieg im Vorjahr um 33 verzeichnet die amtliche Statistik nunmehr einen Rückgang in gleicher Höhe. In den Landkreisen Kitzingen und Rhön-Grabfeld nahm der Gewerbebestand zu, in den Landkreisen Haßberge sowie Main-Spessart sank das Wachstum.

Firmenbestand in Mainfranken steigt

Für die im Handelsregister eingetragenen Unternehmen zeigt die amtliche Statistik ein positiveres Bild. 1.111 Firmeneintragungen in 2016 stehen 745 Löschungen gegenüber (+366). Noch 2015 schlug für Mainfranken bei 985 Eintragungen und 777 Löschungen ein Wachstum von insgesamt 208 zu Buche. Insofern hat sich das Wachstum gegenüber den Vorjahren (2014: 179, 2013: 91) abermals gesteigert. „Der Anstieg des Firmenbestandes zeigt, dass diejenigen, die heute gründen, mehr denn je auf Qualitätsgründungen achten.“, weiß Dr. Genders.

IHK fördert mehr Unternehmertum

„Wir möchten als Wirtschaftskammer aktiv zu Unternehmertum und Selbstständigkeit aufrufen. Die Gründungen von heute – egal ob High-Tech-Start-up oder klassischer Einzelhändler oder Gastronomiebetrieb – sind die erfolgreichen Mittelständler von morgen, sie schaffen Arbeitsplätze und prägen eine Region.“, appelliert Gründungsexperte Dr. Genders. Nicht zuletzt, weil Unternehmensübergaben in Mainfranken demografisch bedingt schwieriger werden, bestehe Handlungsbedarf.

Unterstützung für Start-ups

Die IHK unterstützt Gründungsinteressierte, Start-ups und Nachfolger mit einem umfassenden Service-Paket, mit kostenfreier und neutraler Beratung zu Rechtsformen, Finanzierung oder Betriebswirtschaft, mittels zahlreicher Informationsangebote, Qualifizierungsangebote wie Fachseminaren oder Netzwerkveranstaltungen. Erstinformationen finden Interessierte im digitalen IHK-Starterpaket (www.wuerzburg.ihk.de/starterpaket). Am 29.03.2017 findet zudem unter dem Motto „Ready, Set, Grow!“ ein Aktionstag für Existenzgründer statt als Teil einer bundesweiten Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) e. V.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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